Mittwoch, Oktober 04, 2006

gacki

die plakate der wahlwerbenden politischen parteien werden jetzt zu recht durch jene einer anti-hundekot-kampagne ersetzt. die bürgerinnen und bürger werden künftig ihre viecher anhalten müssen, auf den gehsteig zu scheißen, damit sie das gacki leichter nehmen können mit ihrem depperten sacki. alternierend sollen nun auch plakate der beliebtesten österreichischen gruselkombo affichiert werden, weil die bürgerinnen und bürger sich über guten und schlechten geschmack schon länger nicht mehr sicher sind. - gackerlsackerl und ländliche niedertracht können die nation retten, wenn Sie mich fragen.

Sonntag, September 17, 2006

gutes idyll

ich sage, na ja, vielleicht bin ich rührselig, reinhold sagt, ich soll das nicht sagen, ich denke, er hat recht, ich bin ein vertrockneter, während er die großen gesten nicht scheut und überhaupt keine gesten und nicht das sentiment, und ihm geht es besser als es mir jemals gehen würde, bliebe es so wie es ist, worüber ich mit ch. spreche, der das genauso sieht, nämlich dass man sich solcherart für tot erklärt, immer zynisch, immer kritisch, immer dagegen und nie ehrlich im grunde, und schon wieder platzt ein angstbeutelchen auf, weil ich im eigenen kitsch zu ersaufen sehr fürchte, und gedanken an die folgen eines anerkennens des eigenen pathos schmerzen so. das ist wien. das sind die früheren jahre, aber auch die stadt, das ist der alkohol und das war thomas bernhard, grunge, punk, die lebenden toten von eltern und die postmoderne ignoranz gegen den zorn, die schicke depression als reaktion auf die kleinste herausforderung der geschwisterliebe zwischen psyche und körper, alles das sollte geordnet oder per luftkrieg verabschiedet werden, sonst wiederholt sich alles, das man schon so tief fürchtet, dass man nicht nur von den menschen fern bleibt, sondern möglichst täglich von sich selbst, dafür gibt es feine berauschungsmittel, denen man fürs erst eine woche entsagen wird oder feststellen, dass man nicht einmal das kann, das wäre dann eine tolle bestätigung, eine in der reihe. ch. mag nicht wie thomas bernhard sterben, das ist eine gute beschreibung.

Freitag, September 08, 2006

l.

mein magen fühlt sich an: aufgefüllt mit etwas niedergesunkenem wegen l. - wahrscheinlich ist es mein übernächtiger körper, der nichts weiß und umso lauter fordert, dass man ihm irgendwas schenke, am besten das große unglück, das in seinem gegenteil hockt, um irgendwann alles mit teufelstinte vollzuspritzen, aber das macht nichts, irgendwohin muss die tinte ja. vermutlich ist l. ein rustikales, gläubiges würstchen, vielleicht ist l. wirklich immer schick gekleidet, und vielleicht ist l.s stimme nicht auszuhalten ...

Mittwoch, August 23, 2006

dünnpf

gerade als ich festgestellt hatte, dass der eine geringfügig weniger nach anus aussieht als der andere, finde ich die homepage jenes einen, auf der man sich vor lauter selbstbefriedigung nicht leicht zurecht findet, und wofür diese halbwitzige partei steht, falls man es wissen will: man erfährt nicht viel. drum würde ich sagen, wir können sie getrost wählen, wenn wir das ganz lustig finden, denn sie haben nicht viel zu sagen. das ist natürlich unsinn, sie haben viel zu sagen, wenn es auch dünnpfiff ist, und wir dürfen sie selbstverständlich nicht wählen, denn sie sind, wie ihre unappetitlichen zwillingsbrüder, v., d. und u.

Sonntag, August 13, 2006

definition

ich danke wikipedia. dort lese ich über depressionen nach, weil ich wieder einmal sehen will, wo ich stehe, und ich stehe im zentrum.

Eine Depression (v. lat. depressio „Niederdrücken“), in der Psychologie und der Medizin meist als depressive Episode bezeichnet, ist eine psychische Störung, die durch die Hauptsymptome gedrückte Stimmung, gehemmter Antrieb, Interessenlosigkeit und Freudlosigkeit, ein gestörtes Selbstwertgefühl und eine Abschwächung der Fremdwertgefühle (Verlust von Interesse/Zuneigung für früher wichtige Tätigkeiten oder Bezugspersonen, Schwund der emotionalen Resonanzfähigkeit, wobei sich der Patient seiner fehlenden Fremdwertgefühle schmerzhaft bewusst wird – von Betroffenen als Gefühl der Gefühllosigkeit bezeichnet) gekennzeichnet ist.
nachdem eigentlich alles zutrifft, lese ich weiter und erfahre dinge. und ändere nun langsam wieder meine meinung über die einnahme von medikamenten, nachdem ich die letzten vor einem halben jahr abgesetzt habe. fußballspielen war ich vorige woche. man kann diesem spiel viel nachsagen, nicht jedoch, dass es nicht müde macht. fraglich ist, ob ich bis zum nächsten mal meine beine wieder werde bewegen können. ich habe mir auch ein fahrrad gekauft, weil mein altes gestohlen wurde, nachdem da kein kindersitz mehr dran war. der kindersitz hat immer alle abgeschreckt. auf dem neuen ist wieder ein kindersitz. und ein schloss, und ich werde es versichern, und ich fahre die verfluchte strecke von floridsdorf in den 4.!

Freitag, August 04, 2006

jolie ist durch

wie flott ging das denn! monate hat es gedauert, bis man angefangen hat, einen abend und noch ein bisschen hat es gedauert, bis man fertig war. die sendung 'spielräume spezial' soll, nach gerüchten, bald eingestellt werden. was dann.

Montag, Juli 17, 2006

nerven

na, aber selbstverständlich habe ich noch nichts getan! stattdessen sich nerven lassen von hausverwaltungen, versicherungen, banken, viren, aggressionen. immer schön sich nerven lassen. die ratschläge verurteilen, die wege beschimpfen, die eigenen beine verfluchen und sich wahnsinnig machen lassen von uneingelöstem und unaufgelöstem, immerhin dabei wissen, dass man ein idiot ist. weit auf die lange bank gesetzt sind alle nähen, auch die zum tod, glücklicherweise, weil das leben in der erprobten form ein wenig reizvolles unterfangen ist und sich zum abschuss anbietet. und so lächerlich, man wird es niemals tun, denn der tod ist so weit weg wie das leben. sehr romantisch heute, dieses geschreibe.